IG Metall stimmt Zeitarbeit bis zu vier Jahren zu

+++ Danke IG-Metall, statt Eindämmung der Leihschweinerei, gibt es eine weitere Ausdehnung der Seuche, herzlichen Dank! +++
(….) ..Nur gut zwei Wochen nach der Reform des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes haben die Tarifparteien einer großen Branche eine Ausnahme von der verschärften gesetzlichen Regelung vereinbart. In der Metall- und Elektroindustrie können Leiharbeiter künftig bis zu 48 Monate in einem Betrieb beschäftigt werden – statt 18 Monaten, wie es das seit 1. April in Kraft getretene Gesetz vorsieht, berichtet die „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ (HAZ). Voraussetzung sei, dass der Arbeitgeber eine entsprechende Betriebsvereinbarung mit dem Betriebsrat abschließt, betonte ein Sprecher der IG Metall. (…) ..

Dank der IG-Metall ist der Leiharbeiter wieder bis zu vier Jahre lang verdonnert der Leihbranche Umsatz und Gewinn einzufahren, Klasse, Danke liebe Gewerkschaften, liebe IG-Metall!
Warum aber dieser faule Kompromiss, weil man damit die eigenen Premium Mitglieder in der Autoindustrie, im Maschinenbau usw. schützen kann und den eigenen Machtanspruch in der Industrie festigt, die Interessen Leiharbeiter interessiert dabei keiner!

„Die gesamte Zeitarbeit und Werkverträge sind nichts anderes als ein perfides System der Ausbeutung. Es müsste vorgeschrieben werden, dass Zeitarbeiter generell das Doppelte erhalten müssen wie Festangestellte. Und schon würde man sehen, dass viele Firmen anfangen würden wieder direkt einzustellen. Ein Wirtschaftssystem, das nicht zugunsten der Bevölkerung wirkt, sondern nur zugunsten von einzelnen Gruppen, die sich ihre Interessen von der Politik über Lobbyismus erkaufen, erkaufen können, hat seine Daseinsberechtigung verwirkt!“

Artikel in Spiegel Online: Spiegel.de/Wirtschaft/Soziales/Leiharbeit in Deutschland…

Armutsbericht – Zensiert und geschönt

Heute heißt das Tagesthema: Armut, Armutsbericht. Dass das Nahles-Haus nicht glaubwürdig ist, wenn sie von der Tragik der Kinder- und allgemeinen Armut spricht, ergibt sich von selbst. Gerade dann, wenn man verfolgt, wie die GroKo die Armut mit ihren Gesetzen bewusst verschärft. Und solange sind „warme Worte“ nur Makulatur.

Und niemals sind Armutszahlen nur „bedauerlich“. Es ist skandalös, dass in einem so reichen Land wie Deutschland überhaupt darüber diskutiert und für Verbesserung so vehement gekämpft werden muss. 

Die Zeit schreibt:

„Armutsbericht – Zensiert und geschönt

Kurz vor knapp hat die große Koalition ihren Armutsbericht fertig. Doch viel ist vom Ursprungsentwurf nicht übrig. Das Werk ist an entscheidender Stelle entschärft.“

Ein Gastbeitrag von Christoph Butterwegge: www.zeit.de/armutsbericht-grosse-koalition-schoenung-kritik

Der Paritätische äußert sich hier zum Armutsbericht: http://bit.ly/2o4ZMHK

Zahl der Sanktionen 2016 knackt fast die Millionengrenze

Im Jahr 2016 haben die Jobcenter bundesweit 939.133 Sanktionen gegen Hartz-IV-Empfängerinnen und Empfänger verhängt. Das ergab die heute veröffentlichte Statistik der BA der Sanktionen von Januar 2016 bis Dezember der Bundesagentur für Arbeit. Das waren rund 41.000 weniger als in 2015 (980.115). Drei Viertel der Sanktionen hatten die Jobcenter wegen Meldeversäumnissen ausgesprochen. Die Hamburger Jobcenter kürzten rund 26.300 die Regelleistung.

Wenn ein Grundsicherungssystem, das laut Urteil des Verfassungsgerichtes, von 2013, fast schon bedingungslosen Charakter hat, die Regelsätze immer noch viel zu gering sind, nur noch mit Druck, Sanktionen, Nötigungen, Erpressungen, Rechtsbruch, Verfassungsbruch, Rechtsbeugung daherkommt, oder aufrechtzuerhalten ist, darf man getrost das Scheitern dieses System konstatieren, bzw. feststellen und die Politik, die das geschaffen hat, gleich mit dazu“

Zum Artikel: Inge-Hannemann.de/Zahl-der-Sanktionen-2016

Neuer BA-Chef: Aus Arbeitsvermittlern Joblotsen machen

Das ist auch nur wieder KÄSE, denn Erstens gibt es für alle keine Jobs mehr und Zweitens muss fördern, fördern und nochmal fördern, als oberste Prämisse gelten!
Mit Druck und Sanktionen erreicht man gar nichts, mit viel zu geringen Regelsätze und Arbeitslosengeld I, nimmt man den Menschen nur den Spielraum den sie brauchen, man erzeugt nur Armut damit!

Zum Artikel: sueddeutsche.de/news/karriere/arbeitsmarkt