Behördenwillkür: Jobcenter bringt Mann um seinen Job

Da bin ich sprachlos

Da bin ich sprachlos

Ein Erwerbsloser sucht sich selbstständig eine Vollzeitstelle und stellt einen Antrag auf den ihm zustehenden Fahrtkostenzuschuss für eine Monatskarte (197 Euro), die er verständlicherweise nicht aus seinem kargen Regelsatz bezahlen kann. Das zuständige Jobcenter in Buxtehude (Niedersachsen) lacht aber nur und sagt (Zitat): „Wir sind doch kein Fahrkartenschalter.“ Und als der Mann dann verständlicherweise wütend wurde, setzte es kurzerhand ein Jobcenter-Hausverbot.

Aber wartet, die Geschichte geht noch weiter (Zitat): „Von seinem Arbeitgeber bekommt K. schließlich die Kündigung, weil er ohne Fahrkarte nicht mehr nach Hamburg kam.“ Und das wiederum sieht das Jobcenter als willkommenen Anlass, um dem Mann den Regelsatz zu kürzen. Schliesslich hat er sich ja dem Antritt der Arbeitsstelle verweigert – was auch umgehend mit einer Sanktion in Form der kompletten (!) Regelsatz-Kürzung belohnt wird.

Angesichts solcher Meldungen ist es doch völlig unverständlich, warum es im Jobcenter immer wieder zu Handgreiflichkeiten kommt, oder? Aber genau das sind die Agenda-Reformen, auf die die SPD heute noch stolz wie Bolle ist. Und über die Merkel sagt: „Deutschland geht es gut.“

Dazu der passende Artikel in der Kreiszeitung-Wochenblatt:

tk. Buxtehude. Sven K (37)* sieht sich als Opfer von Behördenwillkür. Das Jobcenter Buxtehude habe ihn durch das Verschleppen seines Antrags auf Fahrkostenzuschuss um eine Festanstellung gebracht. Statt Geld für ein Monatsticket bekam K* ein schriftliches Hausverbot. Der Buxtehuder Jurist Christian Au, Fachanwalt für Sozialrecht, nennt diese Geschichte „völlig verrückt“. So könne man nicht mit Menschen umgehen, lautet sein Fazit.
Der Hintergrund, wie ihn der Betroffene und sein Anwalt schildern: Sven K. hatte sich selbst einen Job im Hamburger Hafen gesucht…
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