"Bonus"-Aktion des Bündnisses gegen Fahrpreiserhöhung

Liebe Interessierte und MitstreiterInnen,

mit einer symbolischen Aktion wird das Bündnis gegen Fahrpreiserhöhung am Samstag, 21. Januar 2012, am Fürther Bahnhof, ab 12:00 Uhr, einen kleinen „Bonus“ an die FahrerInnen von VAG-Bussen, Straßenbahnen und U-Bahnen verteilen.

Im Anschluss geht die Aktion auf dem Bahnhofsvorplatz in Nürnberg, ab 14:00 Uhr, weiter.

Das Bündnis möchte damit zum Ausdruck bringen, dass nicht die überbezahlten VAG-Vorstände, sondern die Fahrer(innen) einen Bonus verdient hätten.Auch nachts, an Wochenenden und Feiertagen sind die Beschäftigten im Fahrdienst im Einsatz – als„Dank“ für ihr Engagement mussten sie in den letzten Jahren kräftige Gehaltseinbußen hinnehmen,bzw. wurden an Billiganbieter „outgesourced“.

Das Bündnis sieht einen Zusammenhang zwischen den drastischen Preiserhöhungen für Fahrgäste und der schlechten Behandlung der einfachen VAG-Beschäftigten: die Entscheider in den Rathäusern und im VAG-Vorstand sehen im öffentlichen Nahverkehr nur einen normalen Wirtschaftsbetrieb, der seine Ertragslage optimieren muss. Öffentlicher Nahverkehr „rechnet sich“ aber nicht – genau so wenig wie Schulen, Theater oder Parks.

Ein guter und bezahlbarer öffentlicher Nahverkehr ist unverzichtbar für das soziale Grundrecht auf Mobilität und für eine lebenswerte Stadt mit weniger Abgasen, Stau und Verkehrsopfern. Städtische Zuschüsse an die VAG sind deshalb keine Verschwendung, sondern verbessern die Lebensqualität für die Nürnberger Bürger(innen).

Das Bündnis bekräftigt seinen Einsatz für die Rücknahme der maßlosen und jeden vernünftigen Rahmen sprengenden Fahrpreiserhöhungen im Jahr 2012 und den Folgejahren.

Und solange eine Monatskarte für den Stadtbereich Nürnberg/Fürth um 35 Prozent mehr kostet, als eine Monatskarte für den Stadtbereich Wien, sollten die Vorstände der VAG keinen Bonus, sondern einen saftigen Malus erhalten …

Das Bündnis gegen Fahrpreiserhöhung vertritt folgende Ziele:

  • eine Stadt, in der sich alle Bürger(innen) den öffentlichen Nahverkehr leisten können
    (dazu gehört neben bezahlbaren Tarifen auch ein Sozialticket);
  • eine Stadt, in der Umwelt- und Klimaschutz tatsächlich gelebt werden;
  • eine Stadt, in der öffentliche Verkehrsmittel Vorfahrt bekommen;
  • eine Stadt, in der die Bürger(innen) vor grundlegenden Weichenstellungen mit einbezogen werden.

Wir laden herzlich zum nächsten Treffen ein:
Freitag, 10.02.2011, 19:00 Uhr, Zimmer 104, Nachbarschaftshaus Gostenhof, Nürnberg.

Mit solidarischen Grüßen,
Bündnis gegen Fahrpreiserhöhung

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