Der Markt boomt – zumindest der Armutsmarkt

Magdeburg: Dom + Elbe

Magdeburg: Dom + Elbe

von Susan Bonath via Junge Welt

In Magdeburg hat das zweite Sozialkaufhaus der Stadt eröffnet. Betreiber ist die Arbeiterwohlfahrt. Der Bedarf an solchen Einrichtungen, Tafeln und Kleiderkammern wächst.

Ob Herd, Kleiderschrank, Wintermantel oder Frühstücksbrot: Immer mehr Menschen müssen sich mit dem zufrieden geben, was übrig bleibt: Dinge, die andere ausrangiert haben oder Essen, das die Supermärkte nicht mehr verkaufen können. Die Zahl der Tafeln, Möbellager und Kleiderkammern steigt. Ihre Kunden sind vor allem Bezieher von Sozialleistungen, Rentner und Niedriglöhner. Im Trend liegen auch sogenannte Sozialkaufhäuser. Ihr Konzept: Wer hat, der spendet etwas, was der, der nicht hat, für wenig Geld erwerben kann. Am vergangenen Freitag eröffnete die Arbeiterwohlfahrt (AWO) ein solches Kaufhaus im Magdeburger Plattenbauviertel Neu-Olvenstedt. Dort leben vor allem einkommensschwache Menschen.

Obwohl der Laden bereits der zweite dieser Art im Wohngebiet ist, war die Nachfrage schon am ersten Tag groß.

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