Hartz IV Betroffene sterben früher

Orte der Trauer (Delta Ilford 3200) 67/366

Orte der Trauer

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) sowie das Robert-Koch-Institut stellten bei einer Studie zur Lebenserwartung in Deutschland fest, dass insbesondere Männer aus einkommensschwachen Haushalten eine geringere Lebenserwartung aufweisen. So leben Männer mit einem Haushaltseinkommen von weniger als 60 Prozent des Durchschnittseinkommens in Deutschland etwa fünf Jahre weniger als reiche Männer. Bei Frauen zeigten sich geringere, dennoch signifikante Unterschiede. Frauen, die in armen Haushalten leben, leben etwa dreieinhalb Jahre weniger als reiche Frauen.

Als „absolut schlüssig“ bezeichnete daher die Koordination Saarländischer Arbeitsloseninitiativen (KSA) den festgestellten Kontext zwischen Armut und Lebenserwartung. Durch das Gesundheitsstrukturreformgesetz sei vielerorts zu beobachten, dass Bezieher von Hartz IV Leistungen bzw. generell Einkommensarme den Arztbesuch scheuen. Es fehle laut Initiative zum Einen an Geld für Arzneimittel-Zuzahlungen und zum anderen schrecke auch die quartalsweise fällige Praxisgebühr ab.

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