Hartz-IV-Gesetze Mehr als 70 Milliarden Euro für Aufstocker

Weil Arbeitgeber Ausbeuter aufgrund fehlender gesetzlicher Mindestlöhne sogar noch weniger als Hartz4 auszahlen, schicken sie ihre Beschäftigten lachend zu den Sanktionsbehörden, damit sie dort um „aufstockende“ Leistungen betteln müssen. Somit werden jedes Jahr rund 11 Milliarden Euro von unseren Steuergeld dafür missbraucht, um menschenverachtenden Löhne zu subventionieren.

Auf Tagesschau.de liest sich das dann so:

Der Staat hat zwischen 2007 und 2011 mehr als 53 Milliarden Euro ausgegeben, um niedrige Löhne durch Hartz-IV-Leistungen aufzubessern. Das geht aus einer Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor, wie die „Passauer Neue Presse“ berichtet.

Danach wurden im vergangenen Jahr an mehr als 1,21 Millionen Hartz-IV-Bedarfsgemeinschaften mit sogenannten Aufstockern 10,73 Milliarden Euro ausgezahlt. Das seien durchschnittlich 737 Euro monatlich.

Ausserdem (Zitat):

„Seit der Einführung von Hartz IV im Januar 2005 seien die Verbraucherpreise um 14,5 Prozent gestiegen, die Regelsätze für alleinstehende Erwachsene aber lediglich um 10,7 Prozent.“

Real haben Hartz4-Betroffene somit im Jahr 2013 weniger Kaufkraft, als im Jahr 2005, obwohl schon der Regelsatz von 2005 vom Bundesverfassungsgericht für verfassungswidrig erklärt wurde.

 

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