Jeremy Rifkin: „Langfristig wird die Arbeit verschwinden“

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PlayTime für viele? Foto: Leonie di Vienna

Ich habe hier mal ein Interview ausgegraben, dass ich vor Jahren schonmal las. Nun – auch im Zuge der Krise, sowie Hartz4 + 1€ Jobs en masse – scheint sich das ja doch immer mehr zu bewahrheiten…

Interview: Langfristig wird die Arbeit verschwinden ? (klick)

„Stuttgart – Es gibt kein größeres Problem in Deutschland und Europa als die Massenarbeitslosigkeit. Politiker aller Parteien versprechen Abhilfe, doch die Zahl der Menschen ohne Beschäftigung nimmt seit Jahren immer nur zu. Wo soll das enden? Der US-Professor Jeremy Rifkin befasst sich seit Jahrzehnten mit dieser Frage und ist gesuchter Ratgeber von Regierungen und Konzernen. Sönke Iwersen fragte ihn nach der Zukunft der Arbeit.

  • Herr Rifkin, eines Ihrer Bücher heißt: „Das Ende der Arbeit“. Das meinen Sie doch nicht wörtlich, oder?
    Allerdings meinte ich das wörtlich. Als ich dieses Buch 1995 schrieb, waren weltweit 800 Millionen Menschen arbeitslos oder unterbeschäftigt. 2001 waren es schon mehr als eine Milliarde. Die Entwicklung ist eindeutig.“  
  • Aber es gibt doch Gewinner. In Europa gilt England als Vorbild. China wächst in irrem Tempo. Und in Ihrem Land läuft es auch gut. Die amerikanische Arbeitslosenquote ist doch traumhaft niedrig.Das können Sie alles vergessen. Unsere Quote ist niedriger als Ihre, das stimmt. Aber zu welchem Preis? Das schmutzige Geheimnis hinter dem US-Wirtschaftsboom in den 90er Jahren ist die wahnsinnige Verschuldung der privaten Haushalte. Die Verbraucherkredite haben jedes Jahr um neun Prozent zugenommen. Die Mehrzahl der Amerikaner hat heute nicht mal 1000 Dollar an Rücklagen. 2005 wird die Zahl der Privatinsolvenzen die Zahl der Ehescheidungen übertreffen.
  • Wenn die USA nicht als Vorbild taugen, dann aber England? Dort gibt es so wenig Arbeitslose wie seit 30 Jahren nicht mehr.England ist dasselbe in grün. Der durchschnittliche Engländer gibt heute 120 bis 130 Prozent seines Jahreseinkommens aus. Das ist Wirtschaftswachstum per Kreditkarte.

Quelle: Stuttgarter Zeitung veröffentlicht am 29.04.2005!!!

Bitte KOMPLETT lesen in obigem Link……

 

Da die Entwicklung ja anscheinend NICHT dahin geht die Arbeitszeit zu VERKÜRZEN, Überstunden abzubauen und die Lebensarbeitszeit zu verkürzen, sondern im Gegenteil – ist die Frage nach den Konsequenzen offen.

Anscheinend soll es doch wieder zu den Zuständen wie während der ind. Revolution bzw. den Leibeigenschaften im Mittelalter kommen……obwohl das mit richtiger Politik und vernünftigen Maßnahmen zum Wohle aller (und nicht der „oberen 10%“) durchaus zu verhindern wäre. Wenn es so weiter geht allerdings, werden größere Bevölkerungsschichten verelenden und die Reichen immer reicher. Sicher haben die Armen keine Lobby, die hatten sie noch nie. Ausser der Masse als solches.

Ideen was man tun könnte ? Persönlich bzw. gesamtgesellschaftlich. Offensichtlich ist das massenweise verschicken von Bewerbungen NICHT die Lösung, da einfach nicht genug Arbeit da ist, grade jetzt. Da können Bild, Politiker und co. noch so hetzen gegen H4er, das ändert aber an den Fakten nichts. Auch Bildung sehe ich nicht als DAS Allheilmittel für alles, denn auch wenn 50% der ALOs Ings, Doktoren oder Techniker wären, ändert das nichts da dran, dass auch für die nie und nimmer genug Arbeit da ist. Ausserdem muss es ja auch noch ein paar Leute geben die Drecksarbeit machen. Und was nutzt einem der Dipl. Ing, wenn es keine Stellen gibt und man dann für 10€ als Hilfsarbeiter arbeitet ?

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