Riester-Rente kann Rentenlücke nicht schließen

#Riester erhält den #Politikaward für sein politisches Lebenswerk

Riester erhält den Politikaward für sein politisches Lebenswerk

Wer privat vorsorgt, kann sein Versorgungsniveau im Alter halten. So lautet das Versprechen der Regierung. Unter der aktuellen Lage am Kapitalmarkt droht, dass die Rechnung nicht aufgeht.

Der Sozialbeirat befürchtet, dass auch mit staatlich geförderter ergänzender Altersvorsorge (Riester-Rente) das Rentenniveau nicht zu halten sein wird.

Das geht aus dem aktuellen Gutachten des ältesten Beratungsgremiums der Bundesregierung hervor. „Die Ergänzungsfunktion der Riester-Rente hängt entscheidend vom Zinsniveau ab“, heißt es darin mahnend. „Sollte es über einen längeren Zeitraum deutlich unter der im Alterssicherungsbericht verwendeten Annahme für den Nominalzins, der derzeit noch mit 4 Prozent angesetzt wird, bleiben, sind die im Alterssicherungsbericht ausgewiesenen Gesamtversorgungsniveaus in der Zukunft nicht erreichbar.“   

Die Warnung des zwölfköpfigen Gremiums bedeutet, dass Arbeitnehmer, die „riestern“, sich nicht darauf verlassen, das sinkende Rentenniveau ausgleichen zu können – so wie es ihnen von der Bundesregierung versprochen wurde.

Dafür müssten vier Bedingungen erfüllt sein:

  • Erstens muss der Arbeitnehmer 4 Prozent seines Bruttoeinkommens für die private Vorsorge aufwenden.
  • Zweitens muss er bereit sein, zusätzliche Spielräume, die sich aus der stufenweise steigenden Steuerfreistellung der Rentenversicherungsbeiträge ergeben, ergänzend einzusetzen.
  • Drittens wurde eine jährliche Verzinsung des Kapitalstocks von 4 Prozent unterstellt.
  • Viertens dürfen die Verwaltungskosten nicht mehr als 10 Prozent betragen.

Quelle: FAZ

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