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Kein Geld für Strom – Immer mehr Bundesbürger können Energiepreise nicht zahlen.

Immer mehr Bundesbürgern droht die Energiearmut. Schuld daran sind vor allem steigende Strompreise. Allein zwischen 2000 und 2010 haben sie um teilweise 60 Prozent zugelegt. Die nun eingeleitete Energiewende wird den Saft aus der Steckdose nochmals verteuern. Vor allem für Hartz-IV Betroffene hat das fatale Konsequenzen.

Steigende Strompreise: AWO fordert Sozialtarife für die Ärmsten

Die AWO plädiert für ein „Sozialtarif-Modell“. Dies könnte so aussehen, dass pro Haushaltsmitglied eine bestimmte Menge Strom kostenlos oder zu einem niedrigen Preis gewährt wird. Wird darüber hinaus mehr verbraucht, wird der Strom teurer. „Auch Stromkonzerne haben eine soziale Verpflichtung“, ist Stadler überzeugt. Auf der anderen Seite müssten Empfängern staatlicher Leistungen, zum Strom sparen animiert werden.

E.on-Chef fordert jetzt einen Hartz-IV-Zuschlag für Ökostrom.

E.on-Chef Johannes Teyssen fordert einen Zuschlag für Hartz-IV-Empfänger, um steigende Stromkosten in Folge der Energiewende abzufedern. Es müsse einen „Ausgleich der staatlich verursachten Mehrkosten beim Strom“ geben, sagte Teyssen SPIEGEL ONLINE. Der Staat solle Erhöhungen der Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien für Hartz-IV-Empfänger übernehmen.

Strompauschale bei Hartz IV ist eine einzige Mogelpackung

Bonn – Schätzungsweise 200.000 Menschen im Hartz IV-Bezug wurde 2011 der Strom gesperrt. Während Sozialverbände von einer jährlichen Unterdeckung von bis zu 150 Euro bei einem Vier-Personenhaushalt ausgehen, hält das Bundessozialministerium die im Hartz IV-Regelsatz enthaltene Pauschale für ausreichend. Es sei jedem Einzelnen überlassen, „wie und wofür er sein Budget ausgibt“, so eine Sprecherin gegenüber Report aus Mainz.