Ungezählte Obdachlose Bundesregierung ist Statistik über Wohnungsnotfälle zu teuer

Stranded

Obdachlos?

Die Bundesregierung hält an ihrer Vogel-Strauß-Politik gegenüber der Obdachlosigkeit fest. In ihrer aktuellen Antwort auf eine Kleine Anfrage der Opposition lehnt sie auch weiterhin eine bundesweite Wohnungsnotfallstatistik ab.

»Diese Regierung ist besinnungslos resistent gegen die Wahrnehmung der Wirklichkeit«, ist sich der Geschäftsführer der Bielefelder Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe Thomas Specht sicher. Gegenüber »nd« spricht er von Scheuklappen, Ignoranz und Negierung sozialer Probleme durch Schwarz-Gelb, die er – seit über 40 Jahren sozialpolitsch interessiert – noch nie in diesem Ausmaß erlebt habe.

Specht bezieht sich damit auf die Antwort der Regierung auf die Kleine Anfrage der drei Bundestagsoppositionsparteien SPD, Grüne und LINKE, die auf Einführung einer bundesweiten Wohnungsnotfallstatistik zielt. Die Regierung hält eine solche seit 30 Jahren immer neu geforderte Erhebung für»problematisch und kaum realisierbar« und bemüht den »erheblichen finanziellen und bürokratischen Aufwand«. Überdies sei die Zahl der Wohnungslosen in den vergangenen 20 Jahren »deutlich zurückgegangen«.

Weiterlesen & Quelle: Neues Deutschland vom 11.08.2012 http://www.neues-deutschland.de/artikel/235233.ungezaehlte-obdachlose.html

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